Wer zum ersten Mal ein Eishockeyspiel live sehen will, stellt fast immer dieselbe Frage: Wie lange dauert ein Eishockeyspiel eigentlich? Und warum fühlt sich eine Stunde Spielzeit im Stadion eher an wie ein ganzer Abend? Die kurze Antwort: Beim Eishockey beträgt die regulär angesetzte Spielzeit 60 Minuten, gespielt in drei Dritteln. Die ehrliche Antwort: In Echtzeit sitzt du meistens deutlich länger, weil das Spiel ständig gestoppt wird, es Unterbrechungen gibt, und je nach Liga sogar Verlängerung, Overtime, Shootout bzw. Penaltyschießen.
Damit du beim nächsten Mal nicht an der Bierausgabe stehst, während das Tor fällt, bekommst du hier den kompletten Überblick: Regeln, Zeitlogik, Unterschiede zwischen NHL (National Hockey League) und internationalen Wettbewerben, und warum Eishockey trotz 60 Minuten oft Richtung „Filmabend“ geht.
Inhaltsverzeichnis
Die Grundregel: 60 Minuten Spielzeit, aber in drei Dritteln
Ein klassisches Eishockeyspiel besteht aus drei Drittel zu jeweils 20 Minuten. Das heißt: Die Spielzeit beträgt 60 Minuten bzw. beträgt 60 Minuten in der Summe. Wichtig ist das Wort „effektiv“: Die Uhr läuft nicht wie beim Fußball einfach durch, sondern wird bei nahezu jeder Spielunterbrechung angehalten. Sobald der Puck nicht im Spiel ist, wird die Zeit gestoppt. Genau deshalb wirken 60 Minuten Eishockey oft wie deutlich mehr.
Zwischen den Dritteln gibt es zwei Pausen, oft mit Eisaufbereitung. Je nach Wettbewerb sind das typischerweise Pausen von jeweils 15 Minuten (international häufig so geregelt) oder etwas länger in Profiligen. Im IIHF-Regelwerk sind die Drittelstruktur und die Pausen fest verankert.
Drittel, Pausen, Rhythmus: Warum sich Eishockey anders anfühlt als andere Sportarten
Ein Drittel dauert auf dem Papier 20 Minuten, aber in der Realität hängt das stark davon ab, wie oft das Spiel unterbrochen wird. Und Unterbrechungen gibt es reichlich: Icing, Abseits, Fouls, Torraumaktionen, Puck außerhalb, Tor, Videobeweis. Die Uhr wird dann konsequent angehalten, bis der nächste Bully das Spiel wieder startet.
Wenn du also wissen willst, warum dauert ein Eishockeyspiel in echt so lange, ist das die zentrale Erklärung: Es sind 60 Minuten Netto-Spielzeit plus alles, was drumherum passiert.
Wie lange dauert ein Eishockeyspiel in Echtzeit?
Als Faustformel für die Halle, die Couch, oder den Familienkalender gilt: Plane für ein Spiel meist zwei bis zweieinhalb Stunden ein. In Playoffs oder bei viel Strafzeit kann es länger werden, bei sehr flüssigen Spielen auch etwas kürzer.
Warum? Weil sich diese Zeitblöcke addieren:
-
60 Minuten effektive Spielzeit (3×20)
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zwei Pausen (oft jeweils 15 Minuten oder länger, je nach Wettbewerb)
-
viele kurze Stopps durch Regeln, Tore, Strafen und Wechsel
Kurz zusammengefasst: Ein Eishockeyspiel live ist in Echtzeit länger, weil die Uhr bei Unterbrechungen stoppt und du zusätzlich Pausen plus organisatorische Abläufe hast. Diese Logik ist vom Regelwerk gedeckt, etwa im IIHF-Regelbuch.
Übersicht: Dauer und Zeitregeln beim Eishockey im Vergleich
| Wettbewerb/Regelwerk | Reguläre Spielzeit | Pausen | Entscheidung bei Unentschieden |
|---|---|---|---|
| IIHF (international) | 3×20 Minuten = 60 Minuten | häufig jeweils 15 Minuten | je nach Turnier: Overtime + ggf. Penaltyschießen |
| NHL | 3×20 Minuten = 60 Minuten | i. d. R. längere Pausen als 15 (Liga-Regelbuch) | Overtime + ggf. Shootout (Regelbuch) |
| PENNY DEL (Deutschland) | adaptiert IIHF-Regelwerk | abhängig von Umsetzung im Spielbetrieb | je nach Wettbewerb: OT + Penalty-Entscheidung |
Wenn du dir nur eine Sache merkst: Eishockeyspiel besteht aus drei Dritteln, und die Nettozeit ist fix. Alles andere ist „Eventzeit“.
Anzeigetafel beim Eishockey: Was du in Sekunden ablesen kannst

Die Anzeigetafel ist beim Eishockey dein bester Freund, weil sie dir auf einen Blick zeigt, wo im Spiel wir gerade stehen und warum sich manche Szenen so „geladen“ anfühlen. Ganz oben siehst du meist das Drittel (z. B. „2. Drittel“) und die aktuelle Spielzeit als Rest- oder Laufzeit, etwa 09:25. Diese Uhr ist entscheidend, weil sie beim Eishockey ständig angehalten wird: Immer wenn der Puck aus dem Spiel ist, ein Foul gepfiffen wird, der Schiedsrichter das Spiel unterbricht oder ein Tor fällt, wird die Zeit gestoppt und erst beim nächsten Bully läuft sie weiter.
Unten oder seitlich steht der Spielstand (z. B. 2:3), sodass du sofort erkennst, wer gerade vorne liegt und ob ein Team kurz vor Schluss den Torwart für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis nimmt. Viele Tafeln zeigen zusätzlich Strafzeiten: Dann siehst du Nummern der Spieler und die verbleibenden Minuten, was dir erklärt, warum ein Team plötzlich mit weniger Leuten spielt oder warum gerade ein Powerplay läuft. Kurz gesagt: Von der Anzeigetafel kannst du ablesen, ob es noch in der regulären 60 Minuten-Spielzeit ist oder ob bei einem Unentschieden später Verlängerung bzw. Overtime und eventuell Penaltyschießen oder Shootout drohen und damit auch, ob der Abend sportlich gerade erst anfängt. Schätze die Anzeigetafel also und sei immer im Bild, wie lange geht ein Eishockeyspiel noch.
Was stoppt die Uhr? Die häufigsten Unterbrechungen im Spiel
Beim Hockey passiert selten „einfach nur Spiel“. Hier sind die klassischen Gründe, warum das Spiel gestoppt wird und die Uhr anhält:
Icing, Bully und die Sache mit dem Puckbesitz
Icing ist einer der häufigsten Zeitkiller. Wenn ein Team den Puck aus der eigenen Hälfte über die gegnerische Torlinie schießt, ohne dass ihn jemand berührt, gibt’s Icing: Spiel stopp, Bully in der eigenen Zone, keine Ausrede. Das bremst Tempo, bringt aber taktische Würze. (Und ja: Es ist der Moment, in dem viele Fans gleichzeitig „Iiiicing!“ rufen, weil das offenbar zur Hallenpflicht gehört.)
Fouls, Strafen und Powerplay: Wenn ein Spieler fehlt, dauert’s oft länger
Ein Foul bzw. Regelverstoß führt häufig zu Strafzeiten. Dann spielt ein Team in Unterzahl, der Gegner im Powerplay. Das erhöht die Chance, dass ein Tor fällt, und Tore bedeuten wiederum Unterbrechung, Wechsel, Bully, kurze Ansage, weiter geht’s. Gerade bei vielen Strafen kann ein Spiel dadurch spürbar länger werden.
Und weil Eishockey so schnell ist, sind Schiedsrichter permanent gefordert: Sie unterbrechen, sortieren, lassen Bullys ausführen und achten auf Wechselfehler, Stockfouls, Behinderungen und Co. Kurz: Wenn du dich fragst, warum es so viele Stopps gibt, ist die Antwort oft „Tempo + Regeln + Sicherheit“.
Torwart, Torhüter, Feldspieler: Wer ist eigentlich gleichzeitig auf dem Eis?
Auf dem Eis stehen pro Team normalerweise ein Torwart (auch Torhüter) und mehrere Feldspieler. In vielen Ligen sind sechs Spieler gleichzeitig auf dem Eis (inklusive Torhüter) üblich, also fünf Feldspieler plus Goalie. Das kann sich bei Strafen ändern, dann sind es mal weniger, manchmal wird der Torwart auch zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers gezogen, wenn ein Team spät Druck macht. Diese Wechselphasen passieren oft „on the fly“ und führen nicht zwingend zu Unterbrechung, aber sie erhöhen die Dynamik und manchmal auch die Chaosquote vor dem gegnerischen Tor.

Verlängerung, Overtime, Shootout: Was passiert bei Unentschieden?
Wenn es nach 60 Minuten unentschieden steht, kommt es auf Liga und Wettbewerb an. International nach IIHF-Regeln kann die Entscheidung je nach Turnierphase über zusätzliche Spielzeit und anschließendem Penaltyverfahren laufen.
In nordamerikanischen Profiligen ist die NHL das bekannteste Beispiel: Dort gibt es in vielen Konstellationen zunächst eine Overtime und, falls weiterhin unentschieden, ein Shootout. Das ist im offiziellen NHL-Regelwerk dokumentiert.
Wichtig für deine Zeitplanung: Sobald das Spiel in die Verlängerung geht, ist die „zwei bis zweieinhalb Stunden“-Faustformel schnell Geschichte. Ein einziges Extra-Format kann nochmal ordentlich Minuten draufpacken.
Penaltyschießen: Wenn’s nach Nerven und Technik geht
Das Penaltyschießen ist das Drama in Reinform: ein ausführende Spieler gegen den Goalie. Das kann extrem schnell entschieden sein oder sich ziehen, wenn es nach den ersten Runden weitergeht. Im Sprachgebrauch hörst du dafür auch Shootout.
Und ja: Genau hier passieren die legendären Momente, über die man danach so spricht, als wäre man persönlich im Tor gewesen.
Warum die „echte“ Spielzeit so schwer vorherzusagen ist: Ein Blick in Studien
Auch sportwissenschaftlich wird Eishockey oft über Zeit und Belastung analysiert. In einer Untersuchung zu Bewegungs- und Spielmustern wurden etwa effektive Spielzeit und Stopp- bzw. Ruhezeiten innerhalb von Abläufen betrachtet. Die Daten zeigen, wie stark Spiel und Stopps sich abwechseln, was gut erklärt, warum ein Match in Echtzeit „wabert“ statt linear durchzulaufen.
Eine weitere Arbeit zur Time-Motion Analysis im Eishockey untersucht ebenfalls, welche Aktionen wie häufig auftreten und wie sich Spielrollen (z. B. Feldspieler vs. Torhüter) unterscheiden. Solche Analysen helfen zu verstehen, dass Eishockey nicht „60 Minuten Dauerlauf“ ist, sondern ein hochintensiver Sport mit vielen kurzen Sequenzen und Pausen.
Praktische Übersetzung für dich: Selbst wenn die Nettozeit fix ist, machen Stopps, Bullys, Strafen und Spieltempo die Echtzeit variabel.
Typische Szenen beim Eishockey, die Zeit kosten (und warum das völlig okay ist)
Du wirst beim Eishockey ein paar Klassiker sehen, die die Uhr anhalten, aber das Spiel gleichzeitig spannender machen:
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Tor fällt: Jubel, Anzeige, Durchsage, Bully in der Mitte
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Unterbrechung durch Icing oder Abseits: kurzer Reset, neue Aufstellung
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Strafen nach Foul: Powerplay, mehr Torschüsse, mehr Stopps
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Torwart hält fest oder Puck verschwindet irgendwo im Gewühl: Spiel stopp, Bully
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Diskussionen und Positionierung beim Bully: wirkt kurz, summiert sich aber
Zusammengefasst: Unterbrechungen sind kein „Fehler im System“, sondern Teil der Dramaturgie. Eishockey lebt davon, dass jede Szene sofort wieder brennen kann, sobald der Puck droppt.
FAQs: Antworten, die dir vor dem ersten Eishockey Live-Spiel helfen
Wie früh sollte ich in der Arena sein, wenn ich ein Eishockeyspiel live sehen will?
Wenn du entspannt ankommen willst, plane 30 bis 45 Minuten vorher ein. Einlass, Jacke, Getränk, Platz finden, vielleicht Warm-up schauen. Gerade bei Derbys oder Playoff-Stimmung ist „kurz vor Bully“ meistens gleichbedeutend mit „du verpasst die erste gute Aktion“.
Gibt es bei Eishockey feste Pausenlängen oder variiert das?
Es gibt feste Rahmen im Regelwerk, aber die konkrete Länge kann je nach Liga variieren. International sind Pausen häufig als Pausen von jeweils 15 Minuten angesetzt, also jeweils 15. In Profiligen können sie länger sein, etwa wegen Eisaufbereitung, TV-Planung oder Hallenabläufen. Für internationale Regeln lohnt sich ein Blick ins IIHF-Regelwerk.
Was ist, wenn ich mitten im Drittel kurz raus muss?
Wenn du das perfekte Zeitfenster suchst: Geh bei einer klaren Unterbrechung, am besten nach einem Icing oder wenn der Puck ins Publikum fliegt. Während flüssiger Phasen kann es passieren, dass in 20 Sekunden zwei Großchancen passieren und du dir später anhören musst, dass „genau da“ das beste Tor des Abends fiel.
Unterscheidet sich die Dauer in Nachwuchs- oder Hobbyligen?
Ja, teils deutlich. In manchen Wettbewerben sind Drittel kürzer oder die Pausen anders organisiert, und die Spielflüsse können variieren. Der größte Unterschied ist oft organisatorisch: weniger TV-Unterbrechungen, manchmal straffere Abläufe, manchmal aber auch längere Unterbrechungen durch Wechsel oder Schiedsrichterorganisation. Für deine Planung gilt trotzdem: Nettozeit plus Stopps plus Pausen.
Fazit: Wie lange geht ein Eishockeyspiel wirklich?
Ein Eishockeyspiel hat regulär 60 Minuten Spielzeit, gespielt in drei Drittel. Weil die Uhr bei jeder Unterbrechung angehalten wird, ist ein Spiel in Echtzeit fast immer länger, häufig zwei bis zweieinhalb Stunden. Dazu kommen Pausen, oft jeweils 15 Minuten im internationalen Rahmen, plus die komplette Stop-and-Go-Mechanik mit Bully, Icing, Strafen durch Foul, und natürlich das Chaos, wenn ein Tor fällt. Steht es nach 60 Minuten unentschieden, kann Verlängerung bzw. Overtime folgen und danach ein Shootout oder Penaltyschießen, je nach Liga wie etwa NHL oder IIHF-nahen Wettbewerben. Das klingt nach viel, ist aber genau der Grund, warum Eishockey so süchtig macht: Es ist nicht „eine Stunde“, es ist ein kompletter Abend Spannung in Hochgeschwindigkeit, mit Spielern, Feldspielern, Torwart bzw. Torhüter, die teils gleichzeitig auf dem Eis alles geben, während die Schiedsrichter den Wahnsinn im Zaum halten. Und wenn du beim nächsten Mal wieder hörst: „Sag mal, lange dauert ein Eishockeyspiel?“, kannst du grinsen und sagen: „Kommt drauf an, ob wir heute noch Drama in der Overtime kriegen.“
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